Die Wahrheit über Cannabis

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In „Die Wahrheit über Cannabis“ führt uns John Marsden auf eine Erkundungsreise durch die Welt der Cannaboide – von ihrem biologischen Ursprung bis hin zur modernsten Wissenschaft.

Dabei deckt er nicht nur Gefahren auf, sondern entlarvt auch Vorurteile – und ermöglicht dem Zuschauer einen ungewöhnlich ehrlichen Blick auf die populärste illegale Droge der Welt.

Cannabis ist ein weltweit populäres Suchtmittel. International rangiert es auf Platz vier hinter Alkohol, Nikotin und Koffein. Im Gegensatz zu den drei „Gesellschaftsdrogen“ ist Cannabis allerdings in den meisten Ländern illegal.

Zu Recht? Handelt es sich bei Cannabis tatsächlich um ein gefährliches Suchtmittel oder nur um ein harmloses Kraut? Für diese BBC-Exklusiv Reportage ergründet Dr. John Marsden die Wahrheit über das 2000 Jahre alte Rauschmittel: Führt der Konsum zu bleibenden Schäden – oder kann Cannabis sogar heilend wirken?

John Marsdens Erkundungstour beginnt am Ursprungsort der Cannabispflanze: In den Bergen von Kazakhstan. Von hier aus startete das berauschende Kraut schon vor Hunderten Jahren seinen Feldzug als Medikament.

Aber warum reagiert unser Gehirn so stark auf den Cannabis-Wirkstoff THC? Marsden erfährt, dass die Grundlage dafür in unserem Gehirn schon seit Millionen Jahren genetisch verankert ist. Dennoch gilt der Konsum der Pflanze als gefährlich. Einer der Gründe: Cannabis wird oft als „Einstiegsdroge“ angesehen, die in die Abhängigkeit von härteren Drogen wie Kokain und Heroin führt.

Lässt sich das wissenschaftlich beweisen? Der THC-Konsum selbst führt nicht zu einer körperlichen Sucht. Doch in den USA trifft Marsden Dr. Steven Goldberg, der herausgefunden hat, dass Mäusen, die über einen längeren Zeitraum THC ausgesetzt waren, eine Art Rausch-Toleranz entwickeln und in späteren Versuchen mehr Heroin zu sich nehmen als eine Vergleichsgruppe.

Aber wie wirkt sich der Konsum von Cannabis auf unsere Psyche aus? Können wir sogar Folgeschäden davon tragen, die schwerer wiegen als eine Abhängigkeit? Marsden begegnet einem an Schizophrenie erkrankten Mann, der die Ursachen für seine Psychose auf seinen einstigen Cannabiskonsum zurückführt.

Und er besucht Dr. Cathy Fernandes. Die Wissenschaftlerin hat Experimente mit jungen Mäusen durchgeführt, die belegen, dass Jungtiere, denen Haschisch verabreicht wurde, ein stark verringertes Erinnerungsvermögen aufweisen – ein Hauptmerkmal von Schizophrenie.

Ist Cannabis also eine unberechenbare Droge, die zu Recht von seinen Gegnern kritisiert wird oder gibt es auch noch eine andere Seite? John Marsden begibt sich nach Kalifornien, wo die medikamentöse Verwendung von Cannabis legal ist.

Dort trifft er auf Alison, die seit einem Autounfall unter starken Schmerzen litt, die kein Medikament beheben konnte, bis sie einen Arzt fand, der ihr Cannabis verschrieb und sie damit von ihren Schmerzen befreite.

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