Wild Germany – Deutsche Reichsregierung



Leibsch, ein winziges Örtchen im tiefsten Spreewald. Langsam biegt Manuel in eine kleine Straße ein. Hier soll das Deutsche Reich tagen. Langsam fährt er an den parkenden Autos vorbei. Unsicher, ob er aussteigen soll. Vor dem altdeutschen Gutshof stehen sie, „deutsche Reichsbürger“. Die einen kahl geschoren mit breitem Stiernacken, andere unauffällig wie Versicherungsangestellte. Einige in Uniformen. Erst eingeladen, dann wieder ausgeladen und nach vielem Hin und Her nun doch unter Auflagen zugelassen scheint Manuel hier nicht wirklich willkommen. Er gibt sich einen Ruck und steigt aus dem Auto.

Manuel Möglich trifft sich mit Bürgern des Deutschen Reichs. Fest davon überzeugt, das Deutsche Reich habe nie aufgehört zu existieren, sind sie der Meinung die BRD sei eine GmbH, die von den Alliierten gegründet wurde und seitdem rechtswidrig aufrechterhalten wird. Manuel spricht mit Reichskanzler Norbert Schittke, verschiedenen Ministern und potentiellen Reichsbürgern.

Norbert Schittke ist nach eigenen Aussagen Reichskanzler der Exilregierung Deutsches Reich, Adeliger mit dem wohlklingenden Namen „Fürst Norbert Rudolf Schittke vom Königshaus Romkerhall“, Besitzer von zwei verschiedenen Diplomatenpässen, eines Reichsausweises, eines Reichsführerscheines und nicht zuletzt eines Autos, dessen Nummernschild mit der Reichsflagge zur See überklebt ist. Manuel besucht Norbert Schittke in seinem für ein Staatsoberhaupt ziemlich bescheidenen privaten Reich.

Wie die Behauptungen der „Exilregierung Deutsches Reich“ historisch einzustufen sind und wie gefährlich die Gruppierung wirklich ist, erfährt Manuel von dem Historiker Dr. Staadt und Frau Brandenburger vom Verfassungsschutz des Ministerium des Innern des Landes Niedersachsen.

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