Wegsperren für immer?



Klaus W. hat bereits über 30 Jahre hinter Gittern verbracht. Vor sieben Jahren hat Klaus W. seine letzte Strafe verbüßt, aber als Rückfalltäter bekam er zusätzliche Sicherungsverwahrung, eine Maßnahme, die nicht nur über Sexualstraftäter und Mörder von deutschen Gerichten verhängt wird.

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat die zeitlich unbefristete und rückwirkend verhängte Unterbringung im Gefängnis kritisiert. Während die Politik nach einer neuen Gesetzeslösung sucht, Gerichte über die mögliche Freilassung langjähriger Sicherungsverwahrter entscheiden müssen und Boulevardzeitungen Panik machen, dass demnächst gefährliche Gewalttäter in der Nachbarschaft wohnen, verbringt der Autor Norbert Siegmund eine Woche unter den „gefährlichsten Männern Berlins“.

Wie sieht der Alltag in der Sicherungsverwahrung aus? Warum verstößt diese Unterbringung nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes gegen Menschenrechte? Befragt und begleitet werden Justizvollzugsbeamte, Therapeuten und vor allem Sicherungsverwahrte, die offen vor der Kamera über ihre Straftaten und ihre Situation reden.

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