Die Kometenjäger – Mission Rosetta



Kometen gehören seit Menschengedenken zu den eindrucksvollsten Erscheinungen am nächtlichen Himmel. Ihre Erforschung gilt als Schlüssel zum Verständnis, wie unser Sonnensystem entstanden ist. Die Doku berichtet über eines der anspruchsvollsten Projekte der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Die Autoren Uwe Agnes und Bernd Siering schlagen einen Bogen von den Anfängen des Hochrisiko-Projekts vor 20 Jahren über Fehlstarts der Trägerraketen bis zur bangen Erwartung der Wissenschaftler, ob die Sonde in wenigen Tagen endlich auf dem Kometen landen und die Untersuchungen an den faszinierenden Himmelskörpern vornehmen kann.

Nach zehnjähriger Reise und rund sieben Milliarden Kilometern Wegstrecke steuert die Mission Rosetta nun auf ihren Höhepunkt zu: Die Landung auf einem Kometen. Am 12. November 2014 soll es dann soweit sein: Zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt soll ein Landegerät auf einem Kometen abgesetzt werden, über dessen Oberfläche allerdings so gut wie nichts bekannt ist – zwischen butterweich und steinhart ist alles denkbar. Für die Wissenschaftler werden es bange Minuten werden, denn auf einem ungünstigen Landeplatz könnte der Lander „Philae“ umkippen und die Mission im letzten Moment scheitern.

Neuland in fast allen Bereichen
„Das hat man bis jetzt noch nie gemacht“, sagt Stephan Ulamec, Projektleiter beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Tatsächlich haben die Konstrukteure und Planer in fast allen Aspekten technologisches Neuland betreten.

Vor zwanzig Jahren begann der Bau der Sonde. Am Institut für Planetenforschung in Berlin wurden drei der insgesamt zehn wissenschaftlichen Instrumente an Bord des Landeapparates entwickelt: eine Thermalsonde, die Bodenkamera und ein Echolot-System, das in den Landebeinen untergebracht ist.

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