Schlangen – Überlebenskünstler der Natur



Der christliche Schöpfungsmythos lehrt, dass Gott die Schlange dazu verdammte, für immer und ewiglich auf dem Bauch zu kriechen. Jahrmillionen Evolution beweisen jedoch: Die Schlange gehört zu den erfolgreichsten Tieren, die Mutter Natur je hervorgebracht hat. List, Schnelligkeit und Kraft – schon seit jeher offenbart sich das grazile Geschöpf als äußerst anpassungsfähiger Überlebenskünstler. Doch das Image von Schlangen ist schlecht. Beim Menschen stoßen sie auf Furcht und Ablehnung.

Allerhand Geschichten erzählen von Gift speienden Kobras und neun Meter langen, Männer verschlingenden Anakondas. Was ist wahr an solch opulenten Horrorszenarios? Die Schlange wird den Reptilien zugeordnet. Ungefähr 2.700 verschiedene Arten gibt es weltweit, davon sind etwa 400 giftig. Im tropischen Regenwald, in Wüsten, bis hin zu den Tiefen des Ozeans haben die wechselwarmen Tiere ihr Zuhause. Der lange, wendige Schlangenkörper ist vollkommen mit Hornschuppen übersät, drei bis achtmal im Jahr häutet er sich. 70 Prozent aller Schlangenbabys schlüpfen aus hartschaligen Eiern, der Rest wird lebend geboren. Schlangen sind beinahe taub. Seh- und Geruchssinn helfen ihnen bei der Orientierung. Die fast zwei Meter lang australische Tigerotter besitzt das stärkste Gift aller auf dem Land lebenden Schlangen. Allein ein Biss würde ausreichen, um 400 Menschen zu töten. In tiefen Höhlen überwintern die in Nordamerika lebenden Strumpfbandnattern. Mit der ersten Frühlingswärme kommen sie in Massen an die Oberfläche. Bis zu 15.000 Abkömmlinge dieser Spezies in einer Senke sind keine Seltenheit.

Der Film räumt auf mit dem klischeebelasteten Negativimage der schlängelnden Kriecher. Detailgenaue Nahaufnahmen zeigen faszinierende Szenen aus dem Königreich der einzigartigen Reptilien.

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