Nashörner hautnah

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Nashörner wirken wie Überlebende längst vergangener Zeiten. Die kurzsichtigen Vegetarier sind eher scheue Tiere, die menschliche Nähe meiden. Nur wenn sie sich bedrängt fühlen, können sie „Rot“ sehen und angreifen. Aber Nigel Marven kennt keine Scheu. Auf der Suche nach den letzten Nashörnern der Erde, hat er sich auf eine Entdeckungsreise voller Strapazen eingelassen. Weltweit gab es früher einmal 300 verschiedene Nashornarten, sogar einige in Europa.

Heute existieren nur noch fünf Arten. Ihre Bestandszahlen sind Besorgnis erregend, nicht nur wegen der Zerstörung ihrer Lebensräume. Sie werden wegen ihres Hornes auch heute noch erbarmungslos gejagt. Obwohl der Handel illegal ist und hohe Strafen drohen, boomt der Schwarzmarkt. Ein Dolchgriff aus dem Rhino-Horn gilt im Jemen als Status- und Männlichkeitssymbol. Und in der traditionellen chinesischen Medizin herrscht der verbreitete Glaube an die Potenz steigernde und heilsame Wirkung des pulverisierten Horns.
Doch der einzige Effekt spielt sich im Kopf ab. Aus medizinischer Sicht könnten wir auch auf unseren Fingernägeln kauen.

Denn die Stirnwaffe der Nashörner besteht aus Keratin, genau wie unsere Haare und Fingernägel. Über 50.000 km legt Nigel Marven auf der Spurensuche nach den Rhinos zurück. Dafür benutzt er ungewöhnliche Fortbewegungsmittel vom Hubschrauber bis zum Rücken eines Elefanten – und begibt sich in höchste Gefahr. Doch es lohnt sich! In Afrika geht er mit einem Breitmaulnashorn auf Tuchfühlung und hilft bei der Umsiedlung eines Spitzmaulnashorns. Im indischen Kaziranga Nationalpark lernt er eine wütende Panzernashorn-Mutter kennen.

Sogar den kleinen Verwandten, das Java-Nashorn, kann er beobachten. Im indonesischen Way Kambas Nationalpark spürt Nigel mit Hilfe von Wildhütern sogar eines der letzten 300 Sumatra-Nashörner auf.
Eine Sensation, denn von diesen urtümlichen Geschöpfen existierten bisher praktisch keine Aufnahmen!Trotz der Besorgnis erregenden Bestandszahlen der Tiere ist es noch nicht zu spät. Die Populationen des Breitmaulnashorns und des Panzernashorns beginnen sich zu erholen. Eine Entwicklung, die Hoffnung für die verbleibenden Arten macht. Auch bei den Rettungsversuchen für die bedrohten Riesen ist Nigel mit dabei, wie immer hautnah!

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