Die Seuchen der Zukunft



Seit hunderten von Jahren träumt die Menschheit davon, alle Infektions-Krankheiten zu besiegen. Die Medizin des 21. Jahrhunderts hat unglaubliche Fortschritte gemacht. Doch einer der wichtigsten Kämpfe scheint aussichtslos: Viren und Bakterien lassen sich nicht bezwingen. Sie sind und bleiben die erfolgreichste Spezies unseres Planeten. Die wirksamste Waffe im Kampf gegen Infektionen sind Antibiotika. Seit ihrer Entdeckung griff der Mensch auf immer neue Formen dieses Wundermittels zurück.

Doch in der Folge wurden immer mehr Bakterien und Viren dagegen resistent und die Antibiotika versagten. Das Wettrüsten mit den Mikro-Organismen scheint verloren zu sein. Die Folgen der Resistenz sind fatal: Beulenpest und Tuberkulose galten bereits als Seuchen einer vergangenen Epoche. Doch die Hoffnung war eindeutig verfrüht, denn die alten Epedimien mutieren nun offenbar zu den Seuchen des neuen 21. Jahrhunderts. In Rußland etwa, rafft eine resistente Form von TBC die ärmsten der Bevölkerung dahin wie zu Zeiten des letzten Zaren.

In den USA greift man mittlerweile zu harten Methoden: Menschen, die an resistenten Formen von Tuberkulose erkrankt sind, werden interniert, sie werden komplett von der Außenwelt abgeschnitten, bis sie als geheilt gelten. Doch der langwierige Genesungsprozeß kann bis zu zwei Jahren dauern. Doch neben den Klassikern aus dem vorigen Jahrhundert sind auch viele neue Krankheiten auf dem Vormarsch: Und neue Virusinfektionen wie Ebola sind kaum mehr in den Griff zu bekommen. Doch wie kann die Wissenschaft mit diesen Epedimien umgehen?

Shares
www.mygully.com