Hitlers Tarnkappenbomber



Kurz vor Kriegsende ließ Adolf Hitler an einem abgelegenen Flugplatz einen streng geheimen Kampfjet entwickeln, der jedoch nicht mehr zum Einsatz kam. Ein Team von Luftfahrtexperten rekonstruiert nun in einer spannenden Dokumentation die „Horton H IX“ und kommt dabei zu erstaunlichen Erkenntnissen: Das Flugzeug hätte den Verlauf des Zweiten Weltkrieges verändern können. Der Kampfjet „Horten H IX“ war als einer der ersten so genannten „Nurflügler“ ein Meisterstück deutscher Ingenieurskunst.

2009 rekonstruierte ein Forschungsteam ein Großmodell des Flugzeugs für eine Dokumentation und untersuchte die Tarneigenschaften des Jets. Die Testergebnisse sind beeindruckend: Wenn sie in 15 Metern Höhe mit einer Geschwindigkeit von 1.000 km/h geflogen wäre, hätten die Alliierten sie erst zweieinhalb Minuten vor dem Eintreffen am Zielort orten können. Der beteiligte Luftfahrtingenieur Aldo Spadoni stellt überwältigt fest: „Die Horten H IX war moderner Tarntechnologie um mehr als dreißig Jahre voraus. Hätten die Deutschen sie in Serie produziert, wäre der Krieg anders verlaufen.“

Diese aufwendigen Forschungsarbeiten zeigt HISTORY nun in der eindrucksvollen 60-minütigen Dokumentation „Hitlers Tarnkappenbomber“ als deutsche TV-Premiere. Dreidimensionale Computeranimationen erwecken es dabei mehr als 60 Jahre nach seinem Jungfernflug zu neuem Leben. Die Sendung wurde 2009 in Canada in HD-Qualität produziert.

Die Original „Horton H IX“, die auch unter dem Namen „Horton 229“ bekannt ist und von den deutschen Ingenieuren Reimar und Walter Horton entwickelt wurde, war am 14. April 1945 von der US-Armee 160 Kilometer nordöstlich von Frankfurt am Main in einer streng geheimen Lagerstätte entdeckt worden. Einzelteile des Jets waren anschließend beschlagnahmt und nach Kriegsende in die USA und nach Großbritannien verschifft worden.

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