Das Labyrinth von Oppenheim



Die Oppenheimer „Stadt unter der Stadt“ ist ein weit verzweigtes Labyrinth. Von fast jedem der 500 Grundstücke innerhalb der einstigen Stadtmauern aus dem 13. Jahrhundert gehen Keller und Gänge ab, die bis zu drei Etagen tief reichen. Die Altstadt ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Warum begannen die Oppenheimer im 13. Jahrhundert damit, ein derartiges Labyrinth in den Hang zu graben? Oppenheim war eine wohlhabende Reichsstadt und sie wurde oft belagert.

Versteckten die Bürger in unsicheren Zeiten ihre Kostbarkeiten in den Kellern? Deckname „Malachit“ Unter dem Decknamen „Malachit“ wurde in Halberstadt im Harz die flächenmäßig größte Bunkeranlage der DDR betrieben. Errichtet wurde sie während des Zweiten Weltkriegs von KZ-Häftlingen. Bis zur Befreiung des Lagers durch US-Soldaten im April 1945 kamen mehr als 4000 Häftlinge ums Leben. Im Kalten Krieg lagerte die NVA 110.000 Tonnen Munition, rund zweihundert Menschen lebten und arbeiteten hier unter strengster Geheimhaltung. 13 Kilometer unterirdische Stollen dienten zur Einlagerung kriegswichtiger Güter.

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