Airbus A380 – Der Supervogel



80 Meter breit, 500 Tonnen schwer und Platz für 526 Passagiere: Die Lufthansa bekommt ihre erste A-380, das größte Passagierflugzeug der Welt. Die A-380 schlägt alle Rekorde in der internationalen Luftfahrt: Größer, schneller, breiter und leiser ist sie als der Jumbojet, die Boeing 747. Die Maschine bietet fast jeden Luxus in zehn Kilometern Höhe irgendwo zwischen Frankfurt und Asien oder Amerika. Über ein Jahr hat der Bau der ersten LH-Maschine gedauert.

„ARD-exclusiv“ hat den Prozess begleitet: Heiner Krämer, der Chef-Ingenieur von Lufthansa, ist verantwortlich für die Endmontage der A-380 in Hamburg. 3,5 Millionen Teile muss er kontrollieren, testen und auf seiner Liste abhaken. Erst wenn alles funktioniert, wird er die 300 Million Dollar überweisen lassen, erst dann gehört die Maschine Lufthansa. „Es ist der aufregendste Moment in meiner Karriere-, sagt der gelernte Flugzeugbauer. Über 100 Flugzeuge hat er schon abgenommen, aber die waren höchstens halb so groß. „Die vielen Einzelteile, der Termindruck, das sind unglaubliche Herausforderungen“. Die Maschine hat schon zwei Jahre Verspätung und jeder weitere Tag kostet die Airline zu viel Geld. „Doch bei so einem großen Flieger gibt es jeden Tag neue Probleme-, sagt der Familienvater, „von der defekten Glühbirne bis zum Ersatzrad, dieser Job kostet Zeit und Nerven“.

In Frankfurt trainiert die Crew. Stewardessen müssen im Notfall 526 Passagiere evakuieren. Das muss genauso geprobt werden wie der Service an Bord. Aber auch das Betanken, Reinigen und Abfertigen des Fliegers: 1000 Koffer, 600 Essen, 320 Tonnen Sprit in nur 90 Minuten, länger soll später eine A-380 nicht am Boden stehen. Ingo Meyerdierks ist einer der ersten A-380 Piloten bei Lufthansa. Er wird die neue Maschine in Hamburg abholen. Doch für den Supervogel braucht er eine Fluglizenz. Deshalb trainiert er stundenlang im Flugsimulator in Frankfurt. „Bei diesem Flugzeug bekomme ich Gänsehaut. So groß und doch ein Wunder, dass 500 Tonnen fliegen können!“, sagt der Frankfurter, der den Erstflug mit der A 380 kaum noch erwarten kann.

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