Teuflische Karikaturen – Mohammed-Satire



Zwölf Karikaturen in einer dänischen Provinzzeitung ließen die organisierte Wut von Muslimen vor allem im Nahen und Mittleren Osten über Dänemark hereinbrechen. Brennende dänische Botschaften, wütende Menschen auf den Straßen in Teheran, Damaskus und Kairo, Boykott gegen dänischen Joghurt und andere Delikatessen des kleinen nordeuropäischen Landes: Ausgelöst wurde dieser Aufruhr im September 2005 durch die Veröffentlichung der sogenannten Mohammed-Karikaturen in der dänischen Provinzzeitung „Jyllands-Posten“. Die freie Meinungsäußerung gilt als ein Grundpfeiler der Demokratie. Aber was passiert, wenn ein demokratisches Grundrecht das Recht anderer Menschen zu verletzen scheint?

Der Aufruhr um die Mohammed-Karikaturen machte deutlich, dass nicht alle mit dem Gedanken der grenzenlosen Freiheit einverstanden sind. Der Film „Teuflische Karikaturen“ zeigt, wie und warum zwölf Zeichnungen in einer dänischen Lokalzeitung ein kleines Land mit fünf Millionen Einwohnern in eine Konfrontation mit Muslimen in der ganzen Welt stürzen konnte, und fragt, ob es eine Grenze für die Freiheit der Meinungen gibt und ob kulturelle Toleranz eine Einbahnstraße ist. Der Filmemacher Karsten Kjaer drehte im Libanon und im Iran, in Syrien, Qatar, Frankreich, in der Türkei, in Deutschland und in Dänemark. Er sprach mit Menschen, die während dieser Krise um die Mohammed-Karikaturen Schlüsselrollen innehatten.

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