Religiöse Fundamentalisten auf dem Vormarsch



Die Autoren berichten über die gefährliche Wechselwirkung zwischen extremen Überzeugungen in Islam und Christentum: auf der einen Seite Islamisten, die den Islam als dominierende Religion in der Welt etablieren wollen, und auf der anderen christliche Fundamentalisten, die die buchstabengetreue Erfüllung der biblischen Apokalypse und die Vorherrschaft eines Systems herbeisehnen, das zunehmend ebenfalls von religiös-fundamentalistischen Werten geprägt wird.

Elmar Theveßen, Terrorismusexperte des ZDF, und Souad Mekhennet untersuchen, inwiefern sich diese beiden Gruppen im Kampf der Kulturen gegenseitig bedingen und mit vergleichbaren Strategien, Taktiken und Argumenten das weltpolitische Geschehen für ihre Zwecke beeinflussen, obwohl sie eine Minderheit in den beiden großen Religionen darstellen. Nach dem Ende des Kalten Krieges polarisieren beide Gruppen ? sie verbreitern den Graben, der in den Zeiten des Umbruchs und der Globalisierung und des damit einhergehenden Orientierungs- und Werteverlustes immer weiter aufbricht.

Die Reise auf den Spuren des religiösen Fundamentalismus beginnt im Tal von Megiddo, dem biblischen Schauplatz der Schlacht von Armageddon, und führt die Autoren zu Islamisten im Londoner Hyde Park, die Terror gegen Israel als Widerstand rechtfertigen, zu 25 000 evangelikalen Christen im Berliner Olympiastadion, terrorverdächtigen Muslimen im Ruhrgebiet, bibeltreuen Rechtsstudenten im US-Bundesstaat Virginia und zu einem christlichen „Warfare-Camp- in der hessischen Provinz. Theveßen und Mekhennet sprachen mit religiösen Fundamentalisten in den USA, Großbritannien, Deutschland und Israel sowie mit namhaften Persönlichkeiten aus Islam, Christentum und Judentum, die in der Radikalisierung der Religionen eine Gefahr für die Demokratie sehen.

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