Die Soldaten mit dem halben Stern

DIESE DOKU IST ZUR ZEIT NICHT VERFÜGBAR


Der 90-minütige Dokumentarfilm „Die Soldaten mit dem halben Stern“ beschäftigt sich mit dem bisher kaum bekannten und behandelten Schicksal von Deutschen mit „teiljüdischer“ Herkunft (ein Elternteil oder Großelternteil war jüdisch), die im Zweiten Weltkrieg in der deutschen Wehrmacht als Soldaten kämpften.

Vielen dieser jungen Männer wurde erst nach der Machtergreifung Hitlers bekannt bzw. bewusst, dass sie nun nicht mehr „normale“ Deutsche, in der nationalsozialistischen Rassenterminologie „Arier“, sondern „jüdische Mischlinge“ waren. Ihre Eltern und sie hatten vor 1933 zumeist ganz gewöhnliche Leben als Deutsche geführt, waren oft vom jüdischen Glauben zum Christentum konvertiert bzw. hatten keine oder wenig Probleme mit dem teiljüdischen Hintergrund ihrer Familiengeschichten.

Dies änderte sich nach 1933 schrittweise und erlangte auch für die so genannten „Mischlinge“ spätestens nach Inkrafttreten der so genannten „Nürnberger Gesetze“ (1935: das „Reichsbürgergesetz“ und das „Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“) bedrohliche Ausmaße.

Die deutschen Juden wurden als „entartet“ stigmatisiert und ihre Unterdrückung und Schlimmeres „legalisiert“. Viele Männer mit teiljüdischer Herkunft erhofften, eine Rettung nicht nur für sich sondern auch für ihre Familien zu finden, indem sie Soldaten wurden und nach Kriegsausbruch 1939 patriotisch für ihr Vaterland kämpften, wie es schon ihre Väter und Großväter zuvor im Ersten Weltkrieg und im deutsch-französischen Krieg von 1870/71 getan hatten.

Als 1940 ein Gesetz ihnen untersagte, weiterhin Soldat zu bleiben, erreichten viele dennoch Ausnahmegenehmigungen zum weiteren Verbleib in der Wehrmacht oder ließen sich, wenn möglich, durch Deutschblütigkeitserklärungen arisieren.

Shares
www.mygully.com