Carnuntum – Weltstadt im Land der Barbaren



Der römische Offizier und Historiker Villeius Paterculus berichtete sechs nach Christus, dass ein unter dem Feldherrn Tiberius stehendes römisches Heer sein Winterlager im keltischen Königreich Noricum errichtete. Der genaue Ort der Niederlassung wird als „Carnuntum- bezeichnet. Das war die Geburtsstunde der legendären, römischen Großstadt im „Land der Barbaren“, später auch als Klein-Rom an der Donau bezeichnet. Mit 3-D-Animationen und Spielszenen wird das Leben und Treiben in der antiken Metropole wieder zum Leben erweckt.

Vor 2.000 Jahren sammelte sich eine römische Armee, von Ungarn kommend, am Südufer der Donau, um diese nordwärts zu überqueren. Man wollte gegen die Markomannen zu Felde ziehen, ein germanischer Volksstamm, der Rom feindlich gesinnt war und seinerzeit jenseits des Nordufers der Donau seinen Aufenthalt hatte – wahrscheinlich in der Region des heutigen Weinviertels. Die abenteuerliche Überquerung der Donaumäander, von Süd nach Nord, war zuvor von den Römern noch niemals gewagt worden.

Vier Jahrhunderte hielten sich die römischen Invasoren an der Donaumetropole, dann begann der Niedergang, wahrscheinlich ausgelöst durch ein verheerendes Erdbeben. Der erste große Aufschwung Carnuntums vollzog sich durch die Anbindung an die sagenumwobene Bernsteinstraße. Diese führte direkt in den Süden bis nach Aquileia, und von dort bis an die Nord- und Ostsee. Dadurch konnte Carnuntum regelmäßig und rasch mit allen benötigten Gütern versorgt werden. Bereits 50 nach Christus war ein befestigtes Römerlager entstanden, um das sich nach und nach eine Zivilstadt entwickelte.

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